Klassiker im Metro Klub: Die Generallinie

  • Russland 1929
  • 90 min
  • Metro Klub

Der Film, eine Auftragsarbeit des Sowjetstaates, wirbt in propagandistischer Form für die neue, sozialistische Ordnung bei der Landverteilung und für die Zwangskollektivierung.

Im Mittelpunkt des Geschehens steht die junge Bäuerin Marfa, die sich de facto selbst spielt. Als ihr Vater stirbt, bleibt ihr bei der Verteilung des Erbes nur eine Kuh und ein winziges Stück Land, das zu bewirtschaften sich kaum lohnt. Um wenigstens einen minimalen Ertrag zu erwirtschaften, bitten sie einen reichen Kulaken um etwas Hilfe. Sie braucht lediglich ein Pferd, um ihren kleinen Acker zu bestellen. Doch der hartherzige Mann hört sie nicht einmal an. Aus lauter Verzweiflung überlegt sich Marfa, ob es nicht andere Wege zu einer Erfolg versprechenden Landwirtschaft geben kann.

So erwacht in Marfa eines Tages die Revolutionärin. Sie gründet mit vier anderen Landwirten, die sich in einer ähnlich prekären Situation befinden, eine eigene Kolchose. Immer wieder gibt es Rückschläge, doch allmählich zeichnet sich der Nutzen dieser Produktionsgemeinschaft für alle Beteiligten ab. Die Genossenschaft wird zum Musterbeispiel für effektive Landwirtschaft, und immer mehr Bauern der Umgebung schließen sich ihr an. Bald kann man sich sogar einen Traktor leisten und die Felder zu aller Nutzen optimal bewirtschaften. Dagegen erscheint so manch anderer im Umfeld, etwa die tief Gläubigen und der Priester, wie ein allmählich verglimmendes, archaisches Relikt längst vergangener Zeiten.

Der Stummfilm Die Generallinie ist Teil unsere Reihe russischer Klassiker als Begleitprogramm der Ausstellung „Revolutionär!“ der Kunstsammlungen Chemnitz. Das Metropol zeigt den Klassiker aus dem Jahr 1928 im Metro Klub.

Hier gibt es nur begrenzte Sitzplätze, bitte reservieren Sie unter der Telefonnummer 0371 / 304 604 oder per Mail an reservierung@metropol-chemnitz.de.

  • Regie: Sergei M. Eisenstein und Grigori Aleksandrov
  • Darsteller: Marfa Lapkina und M. Ivanin