Begabt – Die Gleichung eines Lebens

  • USA 2016
  • FSK 6
  • 101 min
  • Großer Saal

Der alleinstehende Frank Adler (Chris Evans) hat die Vaterrolle für seine aufgeweckte kleine Nichte Mary (McKenna Grace) übernommen und lebt mit ihr in einem Küstenstädtchen in Florida. Mary ist hochbegabt, doch Frank setzt alles daran, ihr ein normales Leben zu ermöglichen. Dennoch bleibt das mathematische Talent der Siebenjährigen nicht unbemerkt, und so taucht eines Tages Franks herrische Mutter Evelyn (Lindsay Duncan) auf. Die Pläne der wohlhabenden Bostonerin für ihre Enkelin drohen Frank und Mary auseinander zu reißen. Als die familiären Spannungen zunehmen, bekommen Onkel und Nichte jedoch Unterstützung von ihrer resoluten Vermieterin und besten Freundin Roberta (Octavia Spencer) – und von Marys Lehrerin Bonnie (Jenny Slate), die sich in ihrer Fürsorge für ihre hochbegabte Schülerin auch Marys attraktivem Onkel annähert.

„Unsere Familien sind nicht immer die, in die wir geboren wurden. Es ist wichtig, sich dies stets vor Augen zu halten“.
– Regisseur Marc Webb

Die Navier-Stokes-Gleichung

In BEGABT – Die Gleichung eines Lebens dreht sich eine zentrale Pointe des Plots um den Versuch von Frank Adlers Schwester, eines der meist komplizierten mathematischen Probleme der Welt zu lösen. Tatsächlich stellen die Navier-Stokes-Gleichungen ein ungelöstes Rätsel in der Welt der Mathematik dar – eins von sechs bis dato ungelösten Problemen von zuvor sieben preiswürdigen Millennium-Problemen. Die Gleichungen befassen sich Strömungsmechanik und bilden das Verhalten von Geschwindigkeit, Druck, Temperatur und Dichte in Fluiden – Wasser, Luft und Öl – ab.

Drehbuchautor Tom Flynn wählte Navier-Stokes aus, weil ihre Lösung gewichtige Konsequenzen in der Realität hätte: so sind zum Beispiel physikalische Phänomene wie Turbulenz, die von allergrößter Bedeutung für Wissenschaftler und Ingenieure sind, immer noch nicht gänzlich verstanden und in mathematischen Gleichungen berechenbar. Die Lösung der Navier-Stockes-Gleichungen würde neue Ansätze für Antworten liefern.

Wäre Diane Adler dies gelungen, dann wäre sie ohne jeden Zweifel mit der Fields Medaille, der höchsten Auszeichnung ihres Fachgebiets, preisgekrönt worden – und auch mit dem Millennium Preis, dessen Preisgeld eine Million Dollar beträgt.

  • Regie: Marc Webb
  • Darsteller: Chris Evans, Lindsay Duncan, Jenny Slate, Octavia Spencer